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Dreamteam: Daiwa Infinity Q 2500 Custom / Berkley Nanofil 15 lbs
Geschrieben von Andreas Lemke   
1.12.2011
Es war Ende Oktober, genau gesagt 1 Tag vor Aufbruch zum diesjährigen Strelasundtreffen, da klingelte endlich der Postbote an der Tür. Im Paket: Die neue Daiwa Infinity Q 2500 Custom. Und weil es noch spannender werden sollte, war die Rolle auch gleich noch von A&M Angelsport mit der neuen Berkley Nanofil in 15 lbs bespult worden. Man durfte also gespannt sein, wie sich das Duo am Strelasund schlagen würde.

Zum äußeren Eindruck: Daiwa oder Shimano, hier spalten sich oft die Meinungen. Fest steht jedoch, das beide Marken sehr gute Rollenmodelle anbieten ... und so ist dann auch der erste Eindruck zur neuen Daiwa. Sattes Schnurlaufröllchen, stabiler Schnurbügel und schicke Optik in anthrazitmetallic, gepaart mit Applikationen in rotmetallic und einer edlen Spule aus Kohlefaser - Hybrid ... hier schafft man doch glatt den optischen Brückenschlag zwischen den Daiwa Branzinos und der Shimano Fireblood ... schick, schick!
Auch von der Haptik her vermittelt die Infinity Q Custom sofort ein solides Gefühl: da schlackert nichts, selbst die Kurbel mit Schnellklappmechanismus sitzt beeindruckend fest. So muss das sein.
Die auf der Rolle befindliche Berkley Nanofil kommt schneeweiss daher, sehr glatt ... und dünn. Das soll eine 15 lbs Schnur sein? Doch dazu später mehr.
 
Daiwa Infinity Q 2500 Custom


Das Handling: Die Rolle vermittelt beim Fischen ein sehr sattes Gefühl. Mit 260g ist sie auch nicht zu leicht (Den Trend zu immer leichter, immer härter konnte der Autor eh noch nie nachvollziehen) und ist somit mit den meisten mittleren Spinnruten gut ausbalanciert. Die Bremse ist sehr fein dosierbar und läuft butterweich an, da kann der Dickfisch kommen. Mit einer Übersetzung von 4,8 : 1 ist die Daiwa eindeutig auf Kraft ausgelegt, trotzdem bietet sie dabei noch einen Schnureinzug von 71cm. Auch ist die Schnurverlegung als sehr gut zu bezeichnen, wie mit dem Lineal gezogen liegt die Schur auch nach mehreren durchfischten Tagen noch auf der Spule, sehr schön. Dazu eine ab Werk angegebene Bremsleistung von 7 kg, was den sehr stabilen Gesamteindruck nochmal bestätigt. Dank verbauter CRBB - Lager an den kritischen Stellen ist die Rolle obendrein als salzwasserfest einzustufen.
Und wie macht sich die Berkley Nanofil?
Ehrlich gesagt .. bei den ersten Würfen kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Shockresistenz ist zwar berkleytypisch nicht soo gut (man schafft es, die Schnur mit blossen Händen zu zerreissen) aber man fischt ja auch nicht mit einem Besenstiel ;-)
In der Praxis sah dies dann folgendermaßen aus: Der wirklich geringe Durchmesser und die glatte Oberfläche der Berkley Nanofil ermöglichen nie dagewesene Wurfweiten. In der Drift reichten bei 7m Wassertiefe und vergleichbaren Ködern 14g Köpfe statt 21g an einer 15er Power Pro. Die Schnur fühlt sich recht hart an und neigt (wie auch monofile Schnur) leicht zum kringeln. Das macht in der Praxis aber nichts aus. Die Knotenfestigkeit war gefühlt gut bis sehr gut beim Lösen von Hängern. Die ganz grosse Boddenmutti sprang beim Test zwar nicht ans Band, aber Hechte bis 85cm an geschlossener Bremse stellten für die Berkley Nanofil kein Problem dar.
Aufmerksamkeit sollte man allerdings auf das Knoten verwenden. Durch die sehr glatte Oberfläche werden von Berkley nur Palomar und Albright empfohlen. Sog. Stipperschlaufen ließen sich von mir im Test aber auch ohne Probleme verwenden.
Interessant wäre es jetzt noch gewesen, wie sich die Nanofil bei Eis verhält. Leider ließ der Winter hier jedoch bis Testende auf sich warten.

Fazit: Die Stationärrolle Daiwa Infinity Q Custom 2500 gepaart mit der Berley Nanofil 15 lbs stellen in der Tat ein sehr gut harmonierendes Dreamteam dar. Neben einer generellen Empfehlung für das mittlere Spinnfischen könnte dies auch das richtige Geschenk für die von Jahr zu Jahr zunehmende Zahl von Meerforellenfischern sein .. denn hier kommt es besonders auf hohe Wurfweiten an.
Abschließend sollte noch erwähnt sein, daß die Daiwa Infinity Q Custom 2500 in Deutschland exclusiv nur über A&M Angelsport erhältlich ist. Die Auflage ist limitiert auf 300 Exemplare. Ein zukünftiges Sammlerobjekt also ... und der Preis ist heiss!

Technische Daten Daiwa Infinity Q 2500 Custom:

Übersetzung: 4,8 : 1
Gewicht: 260g
Schnureinzug: 71cm
4 + 2 Kugellager (CRBB)
Schnurfassung:
0,25mm - 190m
0,28mm - 155m
0,30mm - 130m
Digigear® Präzisionsgetriebe
INFINITE® Rücklaufsperre
HARDBODY-Z® Aluminiumkörper
Washable Construction®
AIRBAIL® Schnurfangbügel
Made in Japan

» 3 Kommentare
1Kommentar von Eric am Donnerstag, 1. Dezember 2011 23:12
Sieht auf jedenfall nach was aus, auf deinem Bild!
2Kommentar von stint10 am Freitag, 2. Dezember 2011 07:08
Ja, macht schon was her! Schade das ich Shimano verseucht bin. :-)
3Kommentar von knorke am Freitag, 2. Dezember 2011 09:27
also das mit der daiwa nehm ich dir ja ab.. aber ich hatte die nanofil im laden ma zum begrabbeln inner hand und muss sagen: das is nix für mich... ne schnur die ich locker mit der hand zerreiße kommt mir auf keine meiner rollen.  
von der getesteten knotenfestigkeit mal abgesehen. von mir gibts für die schnur leider nur ein ungenügend.... 
 
aber die rolle is schick keine frage ;)
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