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Als ich das Paket mit der erst im nächsten Jahr auf den Markt kommenden Carboflex öffnete, war ich irritiert. Die versprochene 80g Rute für den Ausflug an die Boddengewässer um Rügen sah so spielig aus. So ein Mist, dachte ich mir im Glauben, daß die Rute ein paar Nummern zu leicht geschickt wurde. Ein misstrauischer Blick auf den Blank verriet mir jedoch, daß alles seine Richtigkeit hat. Wurfgewicht 80g bei einer Länge von 2,75m. Die angegebene Toleranz von 68-95g lässt die Neugier auf die erstaunlich leichte Rute größer werden. Sportex verbaute an dieser Serie 9 Zweisteg - SIC Ringe, die jedoch in den leichteren Wurfgewichtsklassen, unter 40g WG, mit Einsteg - Ringen versehen sind. Also ab ans Wasser. Eine 4000er Tica Taurus montiert und schon ging es los. Die weinrote Carbonfaser Rute macht einen edlen Eindruck. Eine bombenfeste Zapfverbindung macht das Bild rund. Als erstes montierte ich einen 15er Gummifisch mit einem Gesamtgewicht von 46g. Nach dem ersten Wurf war ich schon begeistert. Die Kraft des Blanks wird perfekt in den Wurf des Köders gepackt, obwohl der ja unter dem eigentlichen Wurfgewicht liegt. Das hab ich auch schon anders erlebt. Beim Einholen des Gummis merkt man durch die sensible Spitze jeden Kontakt zum Grund oder Fisch. 
Die Bisserkennung wird durch den Umstand verstärkt, daß man über den Zeigefinger am Blank perfekten Kontakt zum Köder halten kann. Die Rute machte Lust auf mehr. Eine gute Gelegenheit war da der Wochenendausflug an die Boddengewässer rund um Rügen. Hier durfte die Carboflex NG ihr Können als Spinnrute unter Beweis stellen. Bei jedoch unerwartet schönem Wetter beschlossen wir spontan eine Schlepptour auf Dorsch vor Hiddensee. Auch hier erwies sich die neue Generation der Carboflex als durchaus qualifiziert. Der auf ca. 10m geschleppte Wobbler ließ die von mir geschätzte sensible Rutenspitze tanzen. Bei einer mageren Ausbeute von einem Dorsch entschlossen wir uns nun die Tour in den Boddengewässern fort zu setzen. Immerhin wurden in den letzten Tagen stattliche Hechte bis zu 1,30m gefangen. Das wäre genau der richtige Gegner für die Rute. Im Bodden angekommen wurde wie immer die komplette Köderbox durchgefischt. Alles kam ans Vorfach bis ein Hecht Interesse zeigte. Dabei macht die Sportex alles mit. 15er Gummis, 21cm Wobbler bis hin zum fast schon legendären „Wurm“ von 160g. Das starke Rückgrat der Rute hält im Handteil die Kraftreserven zurück um sie bei Bedarf hervor zu bringen. 
Die für diese Wurfgewichtsklasse leichte Rute (225,4g) lässt sich auch auf Grund des gut geformten Korkgriffs ermüdungsfrei fischen. Jedoch sollte man in Rücksicht auf die Kollegen im Boot mit nicht allzu langen Ruten fischen. Mit der Länge von 2,75m ist meiner Meinung nach das Maximum erreicht. Im Drill kommt die sportex - typische semiparabolische Aktion zum Tragen. Die bockigen Kopfschläge der Hechtdamen parierte die Rute ohne Probleme. Im Allgemeinen musste ich feststellen dass die Rute zu ihren guten funktionellen Eigenschaften auch ein sehr gutes optisches Bild abgibt. Dieser Eindruck wird durch die gravierte Metallabschlussplatte am Handteil abgerundet. Das Auge fischt halt mit. 
Zusammenfassung: Besonderheit: starke Spinnrute für Hecht, Dorsch etc. Ausstattung: zweiteilige Carbonfaserrute, Zapfverbindung Länge: 2,75m Transp.-Länge: 1,42m WG 68-95g geformter Korkgriff Gewicht: 225,4g Beringung: 9 Zwei- Steg SIC Ringe, Edelstahlverschraubung am Rollenhalter, gravierte Abschlusskappe Preis: UVP: 127,95 EUR Erster Eindruck: erstaunlich leicht in der Kasse, weinroter Blank, nobel Praxistest: Spinnfischen auf Hecht, Schleppen auf Dorsch Verarbeitung: Sauber, bombenfeste Zapfverbindung Handlichkeit: durch den schön geformten Korkgriff liegt die Rute perfekt in der Hand Bisserkennung: das kurze Korkteil des Rutengriffs lässt den Fingerkontakt zum Blank zu, dadurch perfekten Kontakt zum Köder, man merkt jeden Zupfer! Aktion: Sportex-typisch semiparabolisch Wurfeigenschaften: 15er Gummis mit 48g bis hin zum „Wurm“ mit 166g alles wurde mühelos Richtung Ostseehecht befördert Drilleigenschaften: Hat genug Kraftreserven aus dem Handteil heraus, hier hat man Vertrauen zum Gerät Köderführung: sensible Spitze gibt sehr guten Kontakt zum Köder auch beim Schleppen Verbesserungsvorschlag: Feststehende Hakenöse Preis/ Leistung: schmales Geld für eine Top Rute Kommentar: schöne Allround- Rute mit ausreichend Kraftreserven die ihr Geld wert ist »
6 Kommentare
1Kommentar sehr schöner und detailreich bericht kevin....das können wir mehr gebrauchen und manche entscheidung würde leichter fallen...weiter so
2Kommentar schicker Bericht und danke für die Info Kevin ;-)
3Kommentar geiler stock aba der korkgriff is hässlich also bleib ich lieber bei meiner ASHURA
4Kommentar Hi, super Bericht. Bin grade auf der Suche nach einer Rute, die ich sowohl auf Dorsch an der Ostsee nehmen kann, aber auch mal auf Hecht hier im "Landesinneren". Habe die Rute gegooglt und keinen einzigen Hänler gefunden. Wer führt sie? Danke!
5Kommentar hallo anle ... die rute kommt im frühjahr 2010 erst auf den markt
6Kommentar @Sammi Geschmackssache mit dem Kork. @anle wie gesagt die Rute ist erst ab 2010 auf dem Markt @All zum tiefen und schweren Schleppen auf der Ostsee lieber ne nicht so sensible Rute nehmen...
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