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Der Frühling steht vor der Tür und vielerorts gehen die Schonzeiten zu Ende. Doch neben Zander, Hecht und Barsch hat sich in den letzten Jahren unter vielen Spinnfischern ein weiterer Räuber zum Zielfisch gemausert: Der Rapfen. Schnell, kampfstark und teilweise von beachtlicher Grösse sind seine Bestände in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Maik Lindemann vom Baitcaster.de Team hat für Euch einmal seine Empfehlungen zum Rapfenangeln über das ganze Jahr gesehen zusammengetragen. 
Das zeitige Frühjahr: Bereiche, die von der Sonne am schnellsten erhitzt werden, sind zu Beginn des Jahres interessant.Wenn dann noch Brücken oder ähnliche Schattenspender in der Nähe sind und sich der Futterfisch eingestellt hat, sind auch die Rapfen nicht weit. Köder bis max. 6 cm Länge eignen sich dann hervorragend. Die Köderführung sollte noch nicht so rasant wie im Sommer erfolgen. Auch die Jagdzeit der Rapfen hat sich im Gegensatz zum Sommer auf die Mittagszeit verlagert. Das Ganze ist dann auch ziemlich wetterabhängig. Die von mir dazu verwendete Ruten-Rollencombo: Spitzenbetonte schnelle Rute bis 30 Gr. Wurfgewicht dazu dehnungsarmer monofiler Schnur Schnurdurchmesser bis max. 0, 18mm Stärke Rolle: Blue Arc 1000 bis 2500 Verwendete Köder: Wobbler Typ Salmo Butcher 5cm Länge und diverse andere Kleinstwobbler, kleine Kopytos mit roten Glitzeranteilen sowie Spinner bis Größe 2 Mepps Agila oder Veltic 
Das spätere Frühjahr:
Die Rapfen haben sich schon in ihre Laichrückzugsgebiete verzogen. Meist sind das flache, kiesige schnell strömende Nebengewässer der großen Hauptflußsysteme . Ob man dann auf Rapfen angelt sollte jeder für sich entscheiden, teilweise gibt es auch gesetzliche Schonzeiten. Fakt ist, dass sie auch dann gut fangbar sind. Köder sind meist Gummifische und Twister bis max. 12cm Länge oder Wobbler bis 10cm . Die Köderführung kann variieren von schnell geführten Wobblern bis langsam gezupften Gummiködern . Vom Drill der Fische sollte man aber nicht zu viel erwarten, da der Stoffwechsel der Fische immer noch einen Gang runtergeschraubt ist. Trotzdem sollte man hier schon eine härtere Ruten-Rollencombo wählen. Die von mir verwendete Ruten-Rollencombo jetzt: Rute bis 70 Gr. Wurfgewicht spitzenbetont Rolle: Red Arc 10300 Schnur: 12er Crystal Fireline oder auch 15er Köder: Gummis bis 12cm Länge , Wobbler bis 10cm Länge , entsprechende schlanke Blinker 
Anfang Sommer bis Herbst:
Die Rapfen haben endlich abgelaicht und sie haben Mordshunger! Jetzt beginnt das, was sich fast jeder Spinnangler im Geheimen wünscht: nervenaufreibende Drills mit spektakulären Sprungeinlagen. Die Wassertemperatur ist angenehm das heißt die Rapfen sind in Bestform. Wenn man jetzt einen 70+ Rapfen in der Strömung erwischt, geht´s ab wie Marty McFly in seinem plutoniumbetriebenen DeLorean ... Aber Vorsicht Suchtgefahr !!!!! Nichtsdestotrotz muss man die Rapfen erst einmal finden. Das ist meist gar nicht so schwer, weil man sie jetzt in den Abendstunden und im Morgengrauen ziemlich lautstark an der Oberfläche beobachten kann. In kleinen Schwärmen gehen sie auf die Jagd nach Jungfisch. Die dicken Einzelgänger stoßen ein wenig später hinzu. Dann hört man in gewissen Zeitabschnitten brutale Attacken der Dickfische mit darauf folgenden aufgerissenen Wasserlöchern . Bei uns sind diese Jagdgebiete oft auch in Stadtnähe. Wenn dann die Touristen das große Rauben mitkriegen, denken diese meist ganz ungläubig an dort schwimmende Krokodile.
Jetzt schlägt die Stunde der Oberflächenangelei: Topköder sind schnell führbare Wobbler, Jerks, Popper, Blinker usw. Die Köder sollten sehr zügig eingeholt werden. Wenn auch das keine Resultate bringt, sollte man die Köder ab und zu ruckartig durchs Wasser peitschen (Walk the Dog). Meistens reicht das für die heiß ersehnte Attacke aus. Verwendete Ruten-Rollen Combo: Rute bis 70 Gramm Wurfgewicht, Rolle 3000er Klasse, bespult mit 12er o. 15er Fireline Crystal und ein ein Meter langes Vorfach, wahlweise Fluorocarbon oder Monofil glasklar, Durchmesser bis 0,35mm Für Genießer auch Baitcastercombos, z.B. Garbolino Falco mit Okuma VS oder vergleichbare. 
Der Winter:
Das Schwerste an der Winterangelei auf Rapfen ist die Fische erst einmal zu finden. Zugegebenermaßen habe ich sie eher zufällig gefunden beim Zanderangeln mit Freunden bei uns im Hafenbereich (Aufenthaltsort der Weißfische und Räuber im Winter). Wir bekamen dann in der Dämmerungsphase immer mehr Rapfen als Beifang beim Zanderzuppeln. Das Verhältnis lag ungefähr bei 5:1 vobei die 5 für Zander steht. Jetzt liegt das Verhältnis schon bei 3:1, was für mich heißt, da? der Rapfen den Zandern das Leben ganz schön schwer macht. Auch ist der Biss des Rapfens im Winter quasi identisch mit dem des Zanders: Der klassische Zandertock kommt, doch danach ist der Drill plötzlich viel intensiver. Allerdings sind die im Winter von mir gefangenen Rapfen fast nie größer als 65cm, was daraufschließen lässt das sich die ganz Dicken irgendwo ins Tiefe verkrümelt haben: Es gibt also noch viel zu tun! Erfolgreiche Köder sind auch hier Gummifische und Twister bis max. 12cm . Geführt werden sie im klassischen Zanderstyle mit ab und zu getwitchten Einlagen. Abschließend ist zu sagen: Für Cracks sind Rapfen das ganze Jahr hindurch fangbar. Das schwierige ist halt nur sie immer zu finden ;-)
Krumme Ruten wünsch ich euch ....... Gruss ... Maik Lindemann Typisches Rapfenblech:
 Typische Rapfenwobbler:
 Typische Gummiköder für Rapfen:
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6 Kommentare
1Kommentar Sehr schöner und gut illustrierter Bericht. Mehr davon !!!!!!! Habe mir für dieses Jahr eine gezieltere Rapfenpirsch vorgenommen. Letztes Jahr durfte ich bei mir hier am Rhein immer nur den Jungs beim Raubzug zusehenn und obwohl ich eigentlich ein gut informierter Spinnfischer bin haben die Jungs mir eines gehustet. Da ich mit den Ködern, wie ich sehe, gar nicht so daneben liege, kann es wohl nur an meinem Führungsstil liegen. Nun ja, auf ein neues. Gruß Jürgen
2Kommentar immer wieder erstaunlich, was Du für schätzchen in deinen köderboxen hast maik :-) ... schicker bericht!
3Kommentar @Juergen danke dir dat wird schon klappen wenn du sie schon beim Rauben beobachten konntest dann einfach mal schauen in welche Richtung sie ziehen dann denn Köder direkt n paar Meter davor geworfen und dann Agro eingekurbelt .... :-) @Admin und es kommen immer wieder neue hinzu ...so' n Glück das der Rapfenfisch immer wieder auf neue Verführer abfährt... :-) Gruss Maik
4Kommentar Freu mir schon auf die Oderrapfen im Sommer,die reissen beim Biss fasst die Rute aus der Hand. Schöner Bericht Maik! weiter so Gruss Steffen
5Kommentar Wie schmeckt der eigentlich ?
6Kommentar geht so geschmacklich. etwas trocken, y-gräten. aber in bulettenform schmeckt ja eigentlich alles ;-) nur dann kann man auch nen brassen nehmen ...
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