Dietmar
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Re:Wobbler-Retter - 12/01/2012 23:09
Hi,
ich gehe seit ca. 30 Jahren nie ohne einen Köderretter an's Wasser, so böse bin ich meinem Geld nicht. Wenn man jetzt nur die eine jeweilige Situation bzw. bestimmten Köder sieht, gibt es meistens eine optimale Lösung. Niemand schleppt aber 4 oder mehr verschiedene Köderretter mit an's Wasser. Ich selbst gehe nie ohne diesen los
Im Auto habe ich dann noch eine 9 m lange Kopfrute liegen. Ich habe eine Art Perrücke aus 1,2 mm starkem Monofil, die ich auf die Spitze aufstecken kann und die an einer 100 kg Schnur hängt. Das ist die Lösung, wenn die Hechte mal wieder sehr hoch in den Bäumen stehen. Die Kopfrute brauche ich aber eigentlich immer nur um die Köder anderer zu retten. Manchmal ist die Rute aber auch recht praktisch, wenn beim Poldern ein Köder unter einer kleinen Brücke in einer alten Uferbefestigung fest hängt. Es gibt auch kleine Sicheln, die man auf die Rutenspitze aufstecken kann. Damit soll man dann die Äste losschneiden, in denen der Köder hängt. Die taugen nicht viel und ihr Einsatz empfiehlt sich nur bei Verwendung eines Stahlhelms.
Der Köderretter auf dem Foto ist in meinen Augen der universellste, der auch noch in bestimmten Winkeln vom Ufer aus funktioniert. Bei Spinnern, Küstenwobblern oder schlanken Blinkern rutsch er über den Köder und klemmt sich fest. Bei Jigs klemmt er sich hinter dem Jigkopf fest. Bei großen Ködern oder Wobblern klemmt er sich am Wirbel oder Karabiner fest. Köderretter mit Ketten (z.B. Rozemeijer, Obie's Lure Retriever, The Mac Squid) funktionieren nur vom Boot aus, wenn man direkt über dem Köder steht. Ihr Einsatz ist von der Ködergröße unabhängig. Bei Jigs und Spinnern versagen sie aber in der Regel.
Es gibt auch ein System mit Stahlseilschlaufen von Quantum nach Peter Biedron. Vom Ufer funktioniert es nicht so gut. Oft bohren sich die Schlaufen vor dem Köder in den Grund, da der Köderetter unter der Schnur hängt. Dann muß man die Schlaufen hoch biegen.
Dann gibt es Köderretter die sich am Vorfach, dem Wirbel oder Karabiner verhaken oder festklemmen. Ein Vertreter dieser Gattung ist der Jaza Kunstaasredder. Seine maximale Lösekraft wird von der Tragkraft des Vorfachs bzw. seiner Hardware bestimmt. Auch erfordert er eine bestimmte Karabiner/Wirbel-Konstellation. Ohne Wirbel funktioniert er überhaupt nicht.
Dann gibt es noch Köderretter mit einem Klemmmechanismus wie z.B. dem Snagaway. Nach dem Einsatz dieses Köderretters kann man aber den einen oder anderen Köder auch gleich wegwerfen. Meiner Meinung nach ist er auch zu leicht.
Es gibt noch eine Menge anderer Köderretter, die aber meistens nur Variationen der hier aufgeführten Systeme sind.
Petri, Dietmar
Manchmal ist weniger mehr. |